Ein Projekt in Kooperation mit dem Projektsemester kollektiv-körper der Universität Hildesheim


7. - 19. Juli 2006
ehemalige Ledebur Kaserne, Halle 30, Senator-Braun-Allee 25

"Der Begriff Kollektiv bezeichnet eine Lebens- oder Arbeitsgemeinschaft, in der Aufgaben gemeinschaftlich angegangen werden." wikipedia

Kollektivität als pragmatische Arbeitsteilung, als Strategie zur Effizienzsteigerung? Mit dem Ausstellungsprojekt TestFeld thematisiert das Hildesheimer Ausstellungskollektiv a7 aktuelle Formen kollektiver Praxis. Auf der Suche nach mehr als der Summe der einzelnen Teile haben wir uns temporär fünf lokalen Kollektiven angeschlossen. Kollektiv². In Zusammenarbeit mit Pfadfinder, Wehrdienstleistenden, Musikern, Bauchtänzerinnen und Rollenspielern suchen wir nach deren spezifischen Merkmalen und Strukturen. Die Perspektiven variieren. Wir setzten uns über die Grenzen zwischen Künstler, Kunstwerk, Rezipient und Kurator hinweg. Kunst wird zum ineinander greifenden, Kompetenzen kombinierenden Prozess. Inhalte und Formate der Gruppen werden auseinander genommen, verschoben, vertauscht und im Zusammenspiel einer beweglichen Ausstellung in immer wieder neue Verhältnisse zueinander gebracht. Vorläufigkeit ist die Methode, Beweglichkeit schafft Möglichkeiten.

Mit TestFeld kooperierte a7 mit dem Projektsemester der Universität Hildesheim. Zum Thema kollektiv-körper arbeiteten ca. 300 Studierende aus dem Studienbereich Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis und Kommunikation drei Monate lang in Projekten in den Bereichen Kunst, Medien, Theater, Musik und Literatur zusammen. Arbeits- und Präsentationsort waren leerstehende Gebäude der Ledebur-Kaserne. Die Ergebnisse wurden ab dem 7. Juli im Rahmen eines zehntägigen Festivals gezeigt. a7 arbeitete in der der ehemaligen Verladehalle gemeinsam mit neun weiteren künstlerischen Projekten, zu deren Ergebnissen sich TestFeld durch Aktionen und Reaktionen immer wieder neu verhalten wird.