Marc Bijl

Biografie

1973 Leerdam / Niederlande. Lebt und arbeitet in Rotterdam und Berlin Objekte, Mixed Media, Installationen, Interventionen Themen: Phänomene der Macht, Strukturen von Gläubig- und Hörigkeit der Gesellschaft

2001
Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven

2002
Manifesta 4 Frankfurt; Future/present - Artissima Turin; Kapinos Galerie, Berlin;

Künstlerhaus Bethanien, Berlin; Projektraum K&S Berlin; TENT Rotterdam

2003
Biennale Prag; Casco, Utrecht; Magazin 4, Bregenz; Kunstverein Frankfurt;

Neue Galerie, Graz; Smart Space Projects, Amsterdam; Bergman, Frankfurt

2004
Stedelijk Museum, Amsterdam; Deutsches Hygiene-Museum, Dresden; The Breeder, Athen;

Upstream Gallery, Amsterdam; Giorgio De Kiriko Museum, Volos

2005
Urbane Realitäten: Fokus Istanbul Martin Gropius Bau, Berlin


'I don´t believe that the majority of the people are interested in peace; they want a war, a function for the army, a reason to pay taxes, protection of their living standard, and a confirmation of Western civilization.' Marc Bijl
Marc Bijl ist ein Künstler, der sich mit sozialen Themen und den dazugehörigen Regeln und Symbolen auseinandersetzt. Das kann in Interventionen oder Installationen zum Ausdruck kommen, die diese Wahrnehmung der Welt untergraben oder unterstreichen. In seinen Arbeiten verändert er nicht die innere Struktur der behandelten Thematik, sondern lediglich deren Erscheinungsbild oder Mythos. Ob diese Mythen nun durch Religionen, Nationen, Firmen oder die Kunstwelt hervorgerufen wurden, Ausganspunkt ist meist eine Vereinfachung komplexer Strukturen. Marc Bijl möchte neue Mythen schaffen und andere zerstören, indem er künstliche Übertreibungen benutzt, die realistisch aussehen. Marc Bijl beschäftigt sich mit Phänomenen der Macht, untersucht Strukturen von Gläubig- und Hörigkeit der Gesellschaft in Bezug analysiert deren Werte anhand geschaffener Ideale und Idole, legt die komplexen Strukturen der Religion, der Kunstszene sowie Symbole der modernen Markengesellschaft frei. Bijl ist ein Seismograph der minimalste Veränderungen in der Gesellschaft ortet und aufzeichnet. Seine (Video)aufführungen spielen mit unseren Eindrücken des öffentlichen Raums und seine Installationen und Objekte sind Ikonen von momentatem Fanatismus, die zu Nationalismus, Terrorismus, religiösem Fanatismus und schliesslich zum Tod führen können. Aber, laut Künstler, die menschliche Natur braucht eine gewisse Struktur viel eher als Freiheit. Von diesem Gesichtspunkt aus sind öffentliche Räume Gefahrenzonen, auch wenn es eine Kunstinstitution ist.

To protect and serve, 2004

Aus:TRENDSETTER Die berüchtigten "Zehn Gebote" als Ausstellungsthema im Dresdener Hygiene-Museum Wachpersonal am Eingang zur Ausstellung untersucht die Bewohner nach Waffen oder sonstigen gefährlichen Gegenständen. Damit kommt man, ohne es zu merken, mit der ersten künstlerischen Arbeit in Berührung. Die uniformierten Frauen und Männer sind Teil der Performance To protect and to serve von Marc Bijl. Das mulmige Gefühl zwischen Scham und Ängstlichkeit, das sich bei einer solchen Prozedur einstellt, steigert die Spannung für eine Schau, die man im Hygiene-Museum gewiss nicht erwartet hätte: Die Zehn Gebote.' …

ausserdem zeigen wir: Free Trade und Just another flag
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